Sassy ist selbst Hochzeitsfotografin. Sie war Jahre vor ihrer eigenen Hochzeit in einem meiner Fotokurse – und stand an diesem Tag zum ersten Mal auf der anderen Seite der Kamera.
Das ist der Auftrag, bei dem man sich nichts durchgehen lässt. Wer selbst Hochzeiten fotografiert, sieht sofort, wann ein Moment nachgestellt wurde, wann ein Bild aus Bequemlichkeit entstanden ist und wann jemand die Zeremonie stört, um besser dazustehen. Sassy hätte jeden dieser Fehler bemerkt. Genau deshalb ist mir die Reportage von ihrer und Andis Hochzeit bis heute die liebste Referenz für den Raum Heilbronn.
Getting Ready in Reisach
Der Morgen im Sommer 2017 gehörte den kleinen Dingen: der Blumenkranz, der ins kurze Haar gesteckt wird, eine Glückwunschkarte, die zwischen zwei Handgriffen gelesen wird, Sassys Spiegelbild in der Fensterscheibe mit dem Blick über die Hügel dahinter. Solche Vormittage fotografiere ich im vorhandenen Licht und ohne Regieanweisung – wer beim Getting Ready dirigiert, bekommt Bilder von Menschen, die auf ein Kommando warten.
Die Trauung in Affaltrach – und der Platz, den ich nicht verlassen durfte
In der evangelischen Kirche in Affaltrach wies mir der Pfarrer vor der Trauung einen Platz zu. Genau diesen. Bewegen: nein. Aufstehen: erst recht nicht. Dass ich atmen durfte, war die einzige Freiheit, die verhandelbar war.
Das klingt nach einem Problem und ist in Wahrheit die Probe aufs Handwerk. Ein fester Standpunkt heißt: kein Herumlaufen, kein Auslösergeräusch im falschen Moment, kein Fotograf im Blickfeld der Gäste. Es heißt aber auch, dass man den Einzug genau einmal hat. Das schwarzweiße Bild aus dem Mittelgang, mit dem Licht aus der offenen Kirchentür, ist von diesem einen Platz aus entstanden.
Mir ist bis heute lieber, ein Pfarrer sagt klar, was geht, als dass niemand etwas sagt und hinterher jemand verärgert ist. Wenn ihr kirchlich heiratet: fragt vorher nach den Regeln und gebt sie an mich weiter. Ich richte mich danach.
Zwischen Kirche und Kelter
Danach der Teil des Tages, den man nicht planen kann. Das Paar im weißen Käfer-Cabrio auf der Landstraße, Blumenschmuck auf der Haube. Ein Halt an einem Brennholzstapel, an dem die beiden alles andere als feierlich posiert haben. Eine alte Holzwand als Hintergrund, weil sie im Nachmittagslicht besser aussieht als jede gebaute Kulisse. Das sind die zwanzig Minuten, in denen sich Ortskenntnis auszahlt – ich musste nicht suchen.
Die Feier in der alten Kelter in Hößlinsülz
Abends dann Stein, Holz und wenig Licht – genau die Sorte Raum, in der ich am liebsten arbeite. Der Hochzeitstanz im Nebel, Wunderkerzen über der Tanzfläche, Gäste, die irgendwann vergessen, dass da noch jemand mit einer Kamera steht. Kontrastreich entwickelt, viel Schwarzweiß, Ecken und Kanten – keine Filter, die in drei Jahren nach ihrem Jahrgang aussehen.
Was von diesem Tag geblieben ist
Ein Paar, das mich hat machen lassen. Ein Pfarrer, der wusste, was er wollte. Und eine Braut, die als Kollegin genau beurteilen konnte, was ich abgeliefert habe. Eine strengere Prüfung gibt es nicht.
Termin anfragen: Über mein kurzes Preisanfrage-Formular bekommt ihr die vollständige Gesamtpreisliste 2026 mit allen Reportage-Paketen sofort als PDF – ohne Verkaufsgespräch, ohne Verpflichtung.
Endpreise – als Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
Mehr zu Hochzeiten in der Gegend: Hochzeitsfotograf Heilbronn. Mein Gesamtansatz: Destination Hochzeitsfotografie.






